Die Nachhaltigkeit unserer Digitalisierung steht auf drei Beinen: Strom, Wärme und Ressourcen

dei 3 Säulen der digitalen Nachhaltigkeit (Ökostrom, Abwärmenutzung & Ressourcen)

Unsere digitale Welt hat enormes Potenzial, nachhaltiger zu werden. Dabei gibt es drei zentrale Hebel: Ökostrom, Abwärmenutzung und ein bewusster Umgang mit Ressourcen. Diese drei Säulen können gemeinsam den ökologischen Fußabdruck der Digitalisierung erheblich reduzieren.

1. Ökostrom: Grüne Energie als Grundpfeiler 

Digitalisierung braucht Strom – und viel davon. Doch der Unterschied liegt darin, wie dieser Strom produziert wird. Mit Energie aus Wind, Sonne oder Wasserkraft können Rechenzentren und Endgeräte ihren CO₂-Ausstoß massiv senken.

Besonders wichtig ist dies bei großen Rechenzentren, die rund um die Uhr in Betrieb sind. Ein Wechsel zu Ökostrom reduziert nicht nur den direkten Ausstoß von Treibhausgasen, sondern unterstützt auch die weltweite Umstellung auf erneuerbare Energien. Auch privat spielt es eine Rolle Ob du dein Smartphone, Tablet und vor allem dein Energie-hungriegen Gaming-PC mit Ökostrom oder Konventionellem StromMix betreibst.

2. Abwärmenutzung: Von Rechenleistung zur Wohnwärme

Rechenzentren sind das Herzstück der Digitalisierung – und gleichzeitig riesige Energiefresser. Um die Server zu kühlen, wird oft mit aufwendigen Kühlsystemen gearbeitet, die nicht nur viel Strom, sondern auch Wasser verbrauchen. Messungen gibt es dazu Wenige, aber im laut einer Studie aus dem Jahr 2022 lag der Wasserverbrauch eines mittleren bis großen Rechenzentrums in den USA bei bis zu 1,7 Millionen Litern pro Tag – Das entspricht einem Schwimmbecken nach olympischer Norm!

Doch es geht auch anders: Die Abwärme, die Server erzeugen, muss nicht nutzlos verpuffen! Doppelnutzung ist das Zauberwort: Dieselbe Kilowattstunde, die die Server betreibt, kann gleichzeitig Gebäude heizen, Warmwasser erzeugen oder Gewächshäuser mir Wärme versorgen. In Stockholm etwa wird die Abwärme großer Rechenzentren genutzt, um das Fernwärmesystem der Stadt zu betreiben. Diese Projekte zeigen, wie Energie effizient und nachhaltig eingesetzt werden kann.

Die Verbindung zur Kühlung ist dabei entscheidend: Wasserbasierte Kühlsysteme, die sonst viel Wasser verdampfen lassen, können in einem geschlossenen Kreislauf effizienter betrieben werden. Da die Wärme der Server in den angeschlossenen Gebäuden „abgekühlt“ wird – statt durch Verdampfung von Wasser oder auch Kühlmittel. So wird nicht nur der Wasserverbrauch reduziert, sondern die Wärme gezielt in das Fernwärmenetz eingespeist, anstatt verloren zu gehen. Mit solchen Ansätzen können Rechenzentren zur nachhaltigen Energieversorgung der Zukunft beitragen, anstatt nur Ressourcen zu verbrauchen.

3. Ressourcen: Transparenz und Kreislaufwirtschaft

Unsere Geräte bestehen aus Rohstoffen, die über weite Strecken transportiert werden. Wusstest du, dass die Komponenten eines Smartphones oft schon Zehntausende Kilometer zurückgelegt haben, bevor du es benutzt? Von Minen in Afrika über Verarbeitungsstätten in Asien bis hin zur Montage – diese langen Lieferketten verschlingen Energie und erfordern Transparenz, um Umwelt- und Sozialstandards einzuhalten.

Ein weiterer wichtiger Schlüssel liegt im verlängerten Lebenszyklus von Geräten. Repariere dein Smartphone, Laptop oder Tablet, anstatt es auszutauschen. Gebrauchte Geräte, die professionell aufbereitet wurden, sind eine weitere umweltfreundliche Option. Und wenn dein Gerät endgültig ausgedient hat, ist Recycling unverzichtbar: Es ermöglicht, wertvolle Materialien wie seltene Erden und Metalle zurückzugewinnen und für neue Geräte zu nutzen.

Was kannst du tun?

Eine nachhaltige Digitalisierung beginnt bei dir. Investiere in Zukunft indem zertifizerten Ökostrom nutzt und gebrauchte und/oder leicht reparierbare Geräte kaufst. Aber auch beim Wahl deines Anbeiters lohnt es sich genauer hinzuschauen! Egal ob deine E-Mail-Adresse, das Feierabend Streaming oder die eigene Website: Wie innovativ sind denn die Konzepte der betreibenden Rechenzentren?

Weil er den CO₂-Ausstoß von Servern und Geräten reduziert und die Umstellung auf erneuerbare Energien unterstützt.

Indem sie in städtische Fernwärmenetze eingespeist wird, wie in Stockholm, um Wohnungen oder Warmwasser zu versorgen.

Sie verbraucht oft große Mengen Wasser, das verdampft – innovative Systeme können das Wasser im Kreislauf halten und die Wärme sinnvoll nutzen.

Sie zeigen, woher die Rohstoffe kommen und helfen sicherzustellen, dass sie umwelt- und sozialverträglich abgebaut werden.

Durch Reparaturen, den Kauf von gebrauchten Geräten und die fachgerechte Entsorgung für Recycling.